Video

Mach Dich ran! 2013
4:3, Sound (stereo) 3:20 min – loop

Im Alter von 11 Jahren wurde ich nach der Beendigung des Unterrichts von einem Fernsehteam des MDR, im Auftrag der Sendung >>Mach Dich ran<< überrascht. Das Format der Sendung besteht aus drei Teilen – der Tagesaufgabe, der Wunscherfüllung und einem Spiel. In der Wunscherfüllung, unter welcher mein Beitrag zählt, wurde mir ein Wiedersehen mit meinem in Kuba lebenden Vater ermöglicht. Dieser war, wie viele andere, als Gastarbeiter in der ehemaligen DDR tätig. Zentraler Fokus dieser Arbeit ist das erste Zusammentreffen mit meinem Vater. Die Hintergrundmusik ist eine Neuinterpretation des Songs „Every Baby needs a Mama, needs a Papa“ von The Kelly Family, der zugleich die Länge des Videos defniert. Zum Schluss sieht man eine Gegenüberstellung meiner beiden Eltern, die ihre Sicht auf unser erstes Treffen schildern.

 


  

DIY, 2018
4:3, Sound (stereo), 01:32 min – loop

Kinder brauchen keine Spieplätze. Aber Kinder brauchen Platz zum Spielen. Sie benötigen Dreck, Wasser, Wiesen, Bäume und andere Kinder. In meinem Video-Clip „DIY“ mache ich genau das zum Thema. Im Stil von Musikvideos wird ein eigener von mir komponierter Song durch Bilder unterstützt. Die genutzten Videosequenzen stammen aus einer britschen Dokumentation aus den frühen 1960er Jahren, die von einem „Gerümpel-Spielplatz“ handelt. Ein großer freier Platz mit allerlei Baumaterial wie Brettern, Ästen, alten Möbeln, Steinen und Kartons. Von Kritikern oft als „Ort des Chaos und der Anarchie“ beschimpft, wurde er jedoch von den Kindern sofort in Beschlag genommen und gilt bis heute als absolute Pionierleistung.

in_between, 2018
HD-Video, 16:9, Stereo, 13:34 min – loop, OMU (englisch)

Dawn Robinson ist jung, Schauspielerin und lebt in Berlin. Bis vor kurzem glaubte sie stets immer die richtigen Entscheidungen in ihrem Leben zu treffen. Doch mit der Beendigung ihres Studiums kam Zweifel auf. „Was, wenn doch nicht alles so einfach ist wie angenommen? Was, wenn meine bisherigen Wünsche und Bedürfnisse nur ein Abbild fremder Erwartungen sind? Wie würde mein Leben wohl aussehen, wenn ich mir über meine finanziellen Einkünfte keine Sorgen machen müsste? Ein Leben ohne Komplexe?“Fragen, die Dawn Kopfzerbrechen bereiten. Fragen, die eigentlich simpel scheinen, aber doch nicht so leicht zu beantworten sind. Dem Gegenüber eine Heldin und ein Idol aus Kindheitstagen: Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, kurz: Pippi. Doch diese Pippi hier ist kein kleines Mädchen mehr, sondern ist erwachsen und wie Dawn Anfang Dreißig. Einzig und allein ihre Naivität und Sorglosigkeit hat sie sich erhalten. Ihr stellen sich ganz andere Fragen an ihre Existenz: „Wieso gründen meine Freunde Familien und haben keine Zeit mehr für mich und wozu brauche ich eigentlich einen festen Job?“ Wie passen diese beiden Rollenbilder in unsere heutige Gesellschaft? Mit welchem der beiden Charaktere kann sich der oder die Rezipient*in eher identifzieren? Was sagen die Generationen X und Y dazu? Und was kommt eigentlich nach dem Z?

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